Liebe Api-Freunde,

die Ereignisse und die Zahlen sprechen für sich. Die Kirche gibt kein gutes Bild ab. Die Missbrauchsskandale bringen nicht nur erneut eine Welle von Austritten mit sich, sondern es verfestigt sich auch der Eindruck, Christen seien Heuchler. Das verunsichert uns Christen. Wieviel Wolf steckt im Lamm – auch unter uns? Viel dramatischer jedoch als das Abwenden und Austreten aus den Volksaber auch aus Freikirchen ist daher die spürbar innere Kündigung der Menschen. Der organisierten Christenheit wird zunehmend abnehmende Relevanz bescheinigt. Wölfen will keiner begegnen, schon gar nicht im Rudel.

Geschichten, die Hoffnung machen

Gleichzeitig würden wir gerne die großartigen und doch kleinen Geschichten des Alltags aus unserem Umfeld erzählen. Es sind Geschichten, in denen Menschen wieder Hoffnung bekommen, Gemeinschaft entdecken und lebensfroh werden. Geschichten, bei denen Menschen Sensibilität und Herzenswärme sowie den Frieden Jesu erlebt haben. Nicht selten finden Menschen bei uns in der Begegnung mit Jesus ihr Glück. Es sind die kleinen Inseln der Gottseligkeit. Ja, das geschieht unentwegt – mitten unter uns. Nur, wer hört schon gerne diese leisen Geschichten von Heil und Heilung?

Miteinander

Es sind die anderen Geschichten, die ihren Weg in die großen Medien finden. Aber ehrlich: Macht es einen Unterschied, ob wir eine Impfkampagne auf den Platz bekommen oder ob andere gute Demokraten solch eine Aktion verantworten? Braucht es dazu auch uns Christen? Ich denke ja. Eben „auch“! Wir sollten mit einstimmen und uns bei den wichtigen Themen wie etwa zu Corona und Klima solidarisieren. Wir haben durchaus etwas dazu beizutragen – auch und gerade bei den Themen, an denen wir uns unsäglich schuldig gemacht haben. Nur täuschen wir uns nicht, denn bei diesen Themen stimmen wir in einen Massenchor ein. Der Sologesang eines prominenten Christenmenschen sticht wohl kaum klangvoller heraus als die Solidaritätsbekundungen eines Klima-Promis, eines Filmproduzenten oder eines Fußballprofis. Zumal uns in vielen Fragen eher eine leise (und demütige) Zweitstimme gut anstünde.

Was ist unsere Bestimmung – ja, unsere Berufung, die uns als Christenmensch ausmacht?

Matthias Hanßmann

Was aber zeichnet uns dann aus? Was ist unsere Bestimmung – ja, unsere Berufung, die uns als Christenmensch ausmacht? Und wie äußerst sich diese sowohl bei jedem Einzelnen, als auch im Leben der Gemeinschaft und Gemeinde? Willkommen in dieser Magazin-Ausgabe. Sie nimmt uns mit auf die spannende Reise zum Thema Berufung.

Foto: Claus Arnold

Matthias Hanßmann,
Vorsitzender der Apis

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