Kongress „Segen sein“ mit 300 Teilnehmenden auf dem Schönblick.

Strahlender Sonnenschein, gut gelaunte Kongressteilnehmende und viele inspirierende Impulse kennzeichneten den Kongress „Segen sein“, der vom 24.-27. März 2022 auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd stattfand. Veranstalter waren der Evangelische Gemeinschaftsverband Württemberg (Die Apis), das Bildungs- und Sozialwerk „Aktion Hoffnungsland“und das Christliche Gästezentrum Schönblick.

Barfuß Bibel lesen

Im Mittelpunkt standen die Themenschwerpunkte „Bibelbeweger, Heimatgeber, Hoffnungsträger“. In seinem Auftaktvortrag ermutigte der Theologe und Buchautor Thomas Härry (Aarau, Schweiz) die Teilnehmenden dazu, sich von der Bibel bewegen zu lassen. Die Bibel sei kein Hund, den man mit sich spazieren führe und auch kein Schwert, mit dem man wild um sich schlage. Er lud dazu ein, die Bibel als die Einladung Gottes zu sehen, sich ans Lagerfeuer zu setzen, um Wärme und Licht zu empfangen. Denn nur, wer von der Bibel bewegt sei, könne ein Bibelbeweger sein. Wichtig sei es, die Bibel barfuß zu lesen, um zu merken, an welchen Stellen uns die Texte persönlich berühren. Er habe den Eindruck, dass manche Christen sich vor dem Bibellesen Schuhe anzögen, damit die Texte nicht weh tun.

Der Gnadauer Referent für Neubelebung und Neugründung, Oliver Ahlfeld (Magdeburg), ermutigte in seinem Vortrag dazu, sich in die Welt der Menschen hineinzuversetzen, die man als Gemeinde oder Gemeinschaft erreichen wolle. Nur wer verstehe, was andere bewegt, könne Heimatgeber sein. Es sei dringend nötig, dass wir neu in Beziehung träten, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Anhand einiger Beispiele aus seiner Arbeit wurde klar, dass es entscheidend darauf ankommt, dass Menschen bereit sind, Heimatgeber zu sein und erste Schritte gehen.

  • Foto: © Die Apis
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Unterwegs in die Dunkelkammer

Der Leiter von Jumpers (Jugend mit Perspektive), Thorsten Riewesell (Kaufungen bei Kassel) sprach in seinem Vortrag zum Thema „Hoffnungsträger“ davon, dass Christen in die Dunkelkammern dieser Welt gehen müssen, damit aus Negativen Positive würden. Anhand der Geschichte von der Heilung des Gelähmten aus Markus 2 verdeutlichte er anschaulich, wie wichtig es ist, dass Christen als Hoffnungsträger fungieren. Nur so könnten Menschen wie der Gelähmte dankbar zurückschauen und sagen: „Ihr seid doch verrückte Hunde. Das alles habt ihr für mich getan.“

Der Geschäftsführer der Aktion Hoffnungsland, Stefan Kuhn (Filderstadt), sprach den Teilnehmenden zu, dass sie an vielen Stellen solche verrückten Hunde seien, weil genau das bereits geschehe. Er erzählte von mutmachenden Beispielen und motivierte dazu zu überlegen, für wen sie ein Segen sein wollen.

In einer Vielzahl von Seminaren ging es darum, die drei Themenschwerpunkte zu vertiefen und mit Praktikern ins Gespräch zu kommen. Themen wie Leitungstil, sozialräumliche Kinder- und Jugendarbeit, generationensensibler Gemeindebau oder Leiten mit Ehrenamtlichen erweiterten den Horizont der Teilnehmenden.

„Willst Du ein Kind sein?“

Im Abschlussgottesdienst machte der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Württemberg, Pfarrer Matthias Hanßmann (Horb) Mut, Kind zu werden und sich von Jesus ansehen und segnen zu lassen. In seiner Predigt, die er – aufgrund eines positiven Corona-Tests per Livestream hielt – sprach er den Gottesdienstbesuchern zu, dass Segen eine verändernde Kraft Gottes ist, die im Menschen wirksam wird und lud ein, sich am Ende des Gottesdienstes persönlich segnen zu lassen.

Besonders bewegend, war das Zeugnis des ukrainischen Pastors, der seit einigen Wochen mit einer Gruppe ukrainischer Menschen mit Behinderung auf dem Schönblick Heimat gefunden hat. Er sprach vom Segen, den er in seinem Leben empfangen hat. „In Christus liegt mein ganzer Halt“, das auf ukrainisch und deutsch gesungen wurde, bewegte die Gottesdienstbesucher in besonderer Weise.

60 Young-Leaders als mutmachendes Zeichen

Das Kongressbild wurde auch durch 60 Junge Leitende zwischen 18 und 35 Jahren geprägt. In einer eigenen Lounge war Zeit zur Vernetzung, Begegnung, zum Austausch und Lobpreis. Den Verantwortlichen war es ein Anliegen, junge Leitende mit der Teilnahme am Kongress „Segen sein“ für die Wahrnehmung von Verantwortung in ihrem Kontext zu ermutigen. Mit einem Patenschaftsprogramm konnte die Teilnahme zu einem vergünstigten Preis ermöglicht werden.

Die Verantwortlichen zeigten sich dankbar über den Verlauf des Kongresses. Kurz vor Beginn mussten einige der Referenten coronabedingt absagen. Der nächste gemeinsame Kongress von Apis, Aktion Hoffnungsland und Schönblick ist für März 2025 geplant.

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