Wenn ich (Mandy) daran denke, dass Gott uns Menschen zutraut, in dieser Welt für ihn unterwegs und dabei Botschafter seiner Befreiungs- und Liebesbotschaft zu sein, dann beGeistert mich das. Dann spüre ich wie diese Wertschätzung mein Herz entflammt! Dann spüre ich: Ich bin gewollt und geliebt und Gott
kann mich gebrauchen!

  • Da ist Berufung, kein Bewerbungsschreiben, wo ich nur meine Schokoladenseite zeige, sondern wo ich gesehen bin, trotz meiner Kanten und Schwachstellen und er sagt: „Ich will dich!“
  • Da ist Berufung, wenn er mir die Augen öffnet, für Menschen, die mich brauchen.
  • Da ist Berufung, wenn er mir in den entscheidenden Momenten die Gaben zur Verfügung stellt, die ich benötige bzw. mein Gegenüber braucht.

Ja, so wie Gott uns Menschen beruft, das beGeistert mich ! Und weil ich ein Mensch bin, der sehr schnell in Fahrt kommt, wurde ich mal mit einem ICE verglichen.

Im Gegensatz dazu, wurde ich (Danny) als alte Diesellok beschrieben. Die braucht zwar lang, um in Fahrt zu kommen, aber wenn sie es ist, dann ist sie kaum zu bremsen und läuft und läuft … Beide machen sie unsere Unterschiedlichkeit im Denken und Handeln deutlich. Ebenso war es auch mit meiner Berufung.
Das war überhaupt keine schnelle Entscheidung nach dem Motto: „Das will ich!“ Nein, ganz im Gegenteil. Es war ein Zeitraum von zehn (!) Jahren. Als Maurer war ich in den Wintermonaten meist zu Hause und frei für andere Gedanken. Im Jahr der Entscheidung, an das „Gnadauer Theologische Seminar Falkenberg“ (heute: Theologisches Studienzentrum Berlin) zu gehen, wurde es dann eindeutig. Weil ich merken durfte, wie Gott mir innerhalb eines halben Jahres meine Bedenken in Möglichkeiten veränderte. Alles, was mir bis dahin eine gewisse Sicherheit gegeben hat, konnte ich abgeben in seine Hände und so wurde aus meinen Gedanken eine Antwort: „Hier bin ich.“ (vgl. 2Mo 3,4).

Heute kann ich von Herzen sagen: Ja, ich bin eine Diesellok Gottes! Manchmal bin ich da um den liegengebliebenen ICE abzuschleppen oder auch mal auszubremsen. Und manchmal ist es der ICE, der mir den Horizont weitet für innovative Ideen oder einfach mal was zu machen. Darin ergänzen wir uns als Ehepaar und im Hoffnungsland Göppingen.

Foto: © Die Apis
Mandy und Danny Mitschke haben 5 Kinder und sind bei Aktion Hoffnungsland und den Apis gemeinsam unterwegs, um ihre Berufung zu leben.
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