Magst Du die kunterbunte Faschingszeit? Man nennt diese Tage auch Karneval. Das Wort kommt von dem lateinischen „Carne Vale“ und bedeutet so viel wie „Tschüss Fleisch!“ Häh? Komisch! Warum wird denn Fleisch verabschiedet?

Sechs Wochen vor Ostern gibt es bei den Christen schon sehr, sehr lange die Fastenzeit. Diese Fastenzeit wird auch Passionszeit genannt. Man erinnert sich in dem Zeitraum an die Tage, die Jesus vor seiner Auferstehung erlebt hat. Weil das für Jesus keine einfache Zeit war, haben manche Leute gesagt: wir wollen Gott zeigen, dass es uns leid tut, dass Jesus diese schlimmen Dinge erleben musste. Wir verzichten jetzt mal bis Ostern auf manche Lebensmittel wie Fleisch oder Eierspeisen und beten mehr.

Schon in Mittelalter-Berichten kann man nun davon lesen, wie die Menschen direkt vor der Fastenzeit Karneval gefeiert haben: wilde Feste mit Tanz und Verkleidungen. Das bunte Feiern endete damals wie heute mit dem Aschermittwoch. An diesem Tag werden die Konfettis, Luftschlangen und sonstige Sachen weggeräumt, mit denen man Fasching gefeiert hat. Und dann beginnt die 40-tägige Fastenzeit, in der viele unter anderem auch kein Fleisch mehr essen.

Foto: © Die Apis

Heute nutzen viele die Fastenzeit, um Ruhe in ihr Leben hineinzubringen. Sie verzichten auf Dinge, die das Leben laut machen. Die einen fasten z. B. mit den Augen und schauen in der Zeit weniger Fernsehen. Andere fasten mit den Ohren: sie hören weniger Musik und nehmen sich mehr Zeit, nach draußen zu gehen und genießen die Stille in der Natur. Und viele nutzen diese ruhige Zeit dann auch, um öfters mal zu beten. Sie reden mit Jesus über das, was in ihrem Leben aufgeräumt und von ihm in Ordnung gebracht werden soll – einfach über alles, was ihr Herz bewegt. Das gefällt mir, in einer Fastenzeit habe ich mehr Zeit für das Reden mit Jesus!

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